Mit den gekünstelt wirkenden Sprechpausen verspottet Ihr die Stotterer. Natürlich ist das ein Scherz! Jetzt im Ernst: Die immer noch aktuelle Diskussion über die Gendersternchen ist für mich nur eine weitere Nebelkerzen-Debatte. Das zweifelhafte „Aufhübschen“ der Sprache mit den Sternchen und dem Stottern verschiebt eins der wichtigsten gesellschaftlichen Themen auf den Nebenschauplatz. Das könnte man sogar zur Sabotage erklären. Vorsicht, Ironie!
Duden*inDonnerstag, 11. März 2021
Gendersternchen im Fluss
Freitag, 15. Januar 2021
Die Wiederentdeckung der Psyche
Etwas so winzig wie das Coronavirus verändert die ganze Welt. In diesem Drama sind wir sowohl Akteure als auch Zuschauer. Wir versuchen es zu begreifen und stoßen dabei an unsere Grenzen.
Geist findet sich nicht im Code
Jagen und mit Vorwürfen überziehen
"Assange enthüllte Kriegsverbrechen der USA im Irak („Collateral Murder“), Kriegstagebücher aus Afghanistan, Berichte über Foltermethoden in Guantánamo, schließlich noch diplomatische Depeschen und Informationen über geheimdienstliche Überwachungsprogramme.“1)
„Genug also um ihn (Assange), wie es Mitarbeiter der Schatten-CIA „Stratfor“ in einem Mailwechsel mal vorschlugen, „von Land zu Land zu jagen und mit Vorwürfen und Klagen zu überziehen“.2)
Es ist so viel versäumt worden
„Es ist so viel versäumt worden bei der Erziehung des Menschen zum Menschen! Wir müssen diese Versäumnisse aufarbeiten und mit gutem Beispiel vorangehen. Wir müssen uns vor allem der Verlockung widersetzen, Gewalt und Rücksichtslosigkeit mit ‚gesundem‘ Durchsetzungsvermögen und Gefühlskälte mit Vernunft zu verwechseln.“
Mittwoch, 14. Oktober 2020
Klarname und/oder Pseudonym
Auf Social Media sind viele Maskierte unterwegs. Damit meine ich keineswegs den Mund-Nasen-Schutz, sondern alle die Deck-, Tarnnamen und Pseudonyme. Dann und wann entbrennt Kritik um das Versteckspiel. Ich beteilige mich nicht daran. Aus persönlichen Gründen.
Marta Sanecka
Lydia Sanojar
Ich
Sonntag, 16. August 2020
Coronavirus und neue Kleider
Anfang dieses Jahres schmunzelten wir noch über das exotische Virus. Kurz danach erklärten uns die auf einmal angebeteten Virologen, dass wir – Normalos - Masken nicht brauchen.
Tja, seitdem hat sich viel verändert.
Mein FotoZurück in die Kindheit
Das Coronavirus scheint uns in die Kindeszeit zurückzuwerfen: Auf einmal fühlen wir uns schwach und klein. Wir fürchten wieder das Ungeheuer und sehnen uns nach einer starken Hand, die uns durch die Dunkelheit leitet. Oder nach einem Märchen, das uns die Welt erklärt. Das taten doch die klugen alten Fabeln, die man manchmal als gruselig verunglimpft.
Er ist nackt!
Das Coronavirus hat einiges entblößt, was wir uns zuvor nicht anschauen wollten. Ein wenig wie im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen. Ja, der Kaiser ist nackt; das Vorhandensein seiner imaginären Kleider redeten wir uns lediglich ein.
Die Welt um uns herum zeigt sich plötzlich nicht nur Natur-, sondern durchaus Menschenfeindlich. Daher wollen wir aufs Neue definieren, was wesentlich und was unwichtig ist. Wenigstens solange die Angst unseren Alltag beherrscht.
Viele Wege führen …
Soeben mutieren wir zu Hobby-Philosophen und sinnieren darüber, wohin uns der Weg führt. Vorsichtig stellen wir unsere Heiligtümer infrage, wie zum Beispiel das heilige ewige Wachstum. Wenn wir die ganze Gesellschaft endlich ins Auge fassen, kann und darf dieses Heiligtum nicht bestehen: immer mehr zu produzieren, ohne Rücksicht auf die Natur, ohne Rücksicht auf menschliches Leid und Verderben.
Redlichkeit ist gleich Dummheit?
In der Coronakrise entdeckten wir die außerordentliche Bedeutung der Redlichkeit. Ein redlicher Mensch ist „rechtschaffen, aufrichtig, ehrlich und verlässlich“ (Duden). Das sind Eigenschaften, die in der vom Wachstum beherrschten Realität nicht hoch im Kurs stehen. In der Krise dagegen - umso mehr. Wir müssen uns doch in der Not gegenseitig vertrauen und auf uns verlassen können.
Zum Glück gibt es genug Gutmenschen – belächelten, bemitleideten und meist ausgenutzten. Wir klatschen für sie gerne; solange wir noch vor Angst zittern und speisen sie mit diesem oberflächlichen Beifall ab. „Redlich“ in den normalen Zeiten dient eher als Synonym für dumm. Anders als in den guten alten Märchen: dort haben sie am Ende gewonnen.
Wir leben aber nicht in einem Märchen. Leider.
Sonntag, 8. März 2020
Lippenbekenntnisse – muss das wirklich sein?
Ich verlange mitnichten, dass sich Politiker nicht mehr zu wichtigen Themen und Ereignissen äußern– darunter zu solch schrecklichen wie der Terroranschlag in Hanau. Ich fordere jedoch, dass den Worten die Taten folgen. Es ist doch nicht zu viel verlangt, oder?








