Posts mit dem Label 9-Euro-Ticket werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 9-Euro-Ticket werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. Juni 2022

Mit dem 9-Euro-Ticket ganz nah: Ein Märchenschloss unter Fachwerkhäusern in Celle Teil 2

 Traumhaft! Ein weißes Schloss wie aus einem Märchen steht mitten in der Stadt. Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter. Im 17. Jahrhundert wurde die Burganlage aus- und umgebaut.





Im Innenhof wartet das Sommertheater:





Die Liebhaberinnen und die Liebhaber von Fachwerkhäusern kommen in Celle auf ihre Kosten und darüber hinaus. In der Celler Altstadt stehen um die 500 davon, somit „zählt Celle zu den dichtesten, geschlossenen Fachwerkensembles der Welt!“












Das Hoppener Haus:




Diese Inschrift erscheint mir brandaktuell: "Man kann nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt":


Unsere letzte Hoffnung? "Wer Gott vertrauet, hat wohl gebauet im Himmel und auf Erden":



Celles ältestdatiertes Haus (1522 Erwähnung des früheren Hauses des Ratsherrn Dickmann,
1526 Bau des heutigen Gebäudes): 




Und die neuesten Nachrichten von der Celleschen Zeitung offline, draußen und zugänglich:





Vorangehend:


Nachfolgend:

Mit dem 9-Euro-Ticket ganz nah: Celle Teil 1

 Ich bin pünktlich abgefahren und kam auch pünktlich in Celle an, bequem sitzend im „luftig“ besetzten Zug. Fast genauso auch zurück, diesmal war aber der Zug voll.

Hin fuhr ich mit der S-Bahn (Die Schaffnerin sah anscheinend das 9-Euro-Ticket zum ersten Mal. Und das nach 2 Wochen seit der Einführung. Sie beugte sich darüber: „Ich vermute, das ist das 9-Euro-Ticket?“ Woraufhin ich einsilbig bestätigte: „Ja“). 

Von Celle nach Hannover brachte mich dann schnell ein Metronom. 

                                                                          Fachwerkstadt Celle

Diesmal beginne ich mit dem Ende, das jeder und jedem von uns bevorsteht, und schreite stramm zum Friedhof.









Die Bilder täuschen; ich betrachte den jüdischen Friedhof nur von außen, hinter einer Ziegelmauer und einem Maschendrahtzaun stehend. Die Pforten sind verriegelt.




„Wissen Sie vielleicht, wann der Friedhof öffnet?“, ich störe mit meiner Frage eine Passantin mit einem kleinen Hund, die soeben ein Gespräch am Handy führt. Außer ihr aber sehe ich niemanden in der Straße. 

„Der Friedhof ist immer geschlossen“, antwortet sie freundlich. Sie fügt auch gleich hinzu: „Mein Mann sagt mir gerade (der am anderen Ende der Leitung), dass Sie sich in der jüdischen Gemeinde anmelden sollen. Sie organisieren die Besichtigungen.“

Was für mich bedeutet: Heute komme ich hier nicht rein.

Und hier will ich freiwillig nicht hin:




Es Folgen:


und

Mit dem 9-Euro-Ticket ganz nah: Synagoge in Celle. Teil 3

Mittwoch, 8. Juni 2022

9-Euro-Ticket-Nachschlag: Chaos ist ein Naturzustand. Teil 3

Diesmal musste ich auf der Hinfahrt nach Hamburg einmal in Uelzen umsteigen. Ich wurde aber mit dem Hundertwasser-Werk belohnt. 













Die Rückfahrt soll dagegen direkt von Hamburg nach Hannover erfolgen. Pünktlich? Schön wärs!

Einige Minuten vor der geplanten Abfahrt ertönt die Durchsage: Der Zug fährt heute von Hamburg-Harburg ab. Und nicht vom Hauptbahnhof, wo ich gerade sitze. Also, ich sitze nicht mehr. Ich springe hoch und beginne einen Galopp zum Gleis 4, von woher eine S-Bahn abfährt (Welche denn? Das wurde leider nicht erwähnt, aber die kundigen Reisenden wissen zum Glück Bescheid). Natürlich bin ich nicht allein. Wir sind viele. Sehr viele. Wobei die Bahn-App genauso überfordert ist wie wir.

In Hamburg-Harburg beginnt das Versteckspiel. Mal sehe ich meinen Zug an der Anzeigetafel, mal nicht. Unterdessen wächst die Verspätung zu 40 Minuten. Und noch mehr. 









Ich freue mich wie ein Kind, als mein Zug doch kommt.

Ein junger Vielreisender kann nicht unerwähnt lassen, dass das derartige Chaos erst mit dem 9-Euro-Ticket begann. Meinen Einwand, dass die Idee wirklich ausgezeichnet ist, akzeptiert er zwar, fügt aber hinzu: „Die Idee schon, die Ausführung nicht.“ 


Vorangehend:





9-Euro-Nachschlag: Zur modernen Pilgerstätte und weiter mit einer Begleiterin. Teil 2

 Mit der modernen Pilgerstätte in Hamburg meine ich natürlich die Elbphilharmonie: das neue Wahrzeichen der Stadt




"Die Elbphilharmonie ist das schönste Schiff, das nie in See stechen wird", sagt Christoph Lieben-Seutter, Elbphilharmonie-Intendant.









Sie ist bodenständig und passte sich dem historischen Stadtbild an:


Denn die Geschichte begleitet uns immer: im Alltag und im Feiertag. Auch wenn wir sie als Begleiterin nicht wahrnehmen.

Ein anderer Adolph:



Das Hamburger Rathaus wird als prachtvoll beschrieben. Mit Recht:











Heinrich Heine darf es jetzt bewundern; weil das Rathaus erst nach seinem Tod gebaut wurde.





Nazis hatten eindeutig etwas gegen Geschichte:

"Heinrich Heine 1797 - 1856
Sein Denkmal 1926 im Stadtpark eingeweiht, wurde 1933 vom NS-Gewaltregime abgerissen, später zu Kriegszwecken eingeschmolzen, seine Bücher wurden verbrannt. 1992 errichteten ihm Bürger und Senat dieses neugestaltete Denkmal als Mahnung zur Humanität für die er zeitlebens kämpfte." (Inschrift)



Die Barlach-Stele:

Inschrift: "Vierzigtausend Söhne der Stadt liessen ihr Leben für euch. 1914 - 1918" 
Really?








Vorangehend:


Nachfolgend: