Sachsen-Anhalt hat gewählt, was sogar Donald Trump zur Kenntnis nahm. Und jetzt? Es beginnt das alte Spiel wieder – alle gegen die AfD -, weil es so erfolgreich war. (Vorsicht, Ironie!)
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Mission Impossible
Es sei ein historischer Sieg, freut sich Ulrich Siegmund, der AfD-Spitzenkandidat. Alice Weidel, die Co-Vorsitzende der Partei, durfte mit ihrer Prophezeiung recht behalten haben. Blickt man aber auf die sogenannten Altparteien, gewinnt man den Eindruck, es passiere im Grunde nichts Wichtiges und sie dürfen weiter so machen, wie gehabt. Denn sie haben ja eine Mission: sie kämpfen doch für die Demokratie.
Ach was! Seit wann bedeutet denn Demokratie so viel wie Missachtung der Wahlergebnisse und somit der Wählerstimmen? Welcher Demokrat „weiß es besser“, was das Volk will, als das Volk selbst? Handelt es sich dann noch um die Repräsentation oder bereits um die Usurpation? Was ist das für eine Demokratie, in der man die Wähler zuerst belehrt, was sie zu wählen haben? Eine betreute?
Haben die selbsternannten Wächter über die Demokratie überhaupt verstanden, was in Sachsen-Anhalt gestern passierte?
Schwarz vor Augen?
Auf die Machtposition, an die sich „Altparteien“ gewöhnt haben, wollen sie nicht freiwillig verzichten. Angeblich aus Sorge um das Land. Weil die AfD keine Lösungen habe. Sie dagegen schon. Leider behalten sie jene seit Jahrzehnten für sich, wie ein bestgeschütztes Geheimnis, ohne Erprobung in der Realität. Man kann daher berechtigt sagen, ihre Politik eben hat zum gestrigen Sieg der AfD geführt.
Solange die AfD keine Chance hat, sich in einer Regierung zu beweisen oder zu scheitern, bleibt die Behauptung von ihrer Unzulänglichkeit nur eine Behauptung, also eine Erzählung, Narrativ, Märchen.
Der abgewählte Ministerpräsident Sven Schulze hat das sehr gut verstanden. Es handle sich keineswegs um einen schwarzen Tag für Sachsen-Anhalt:
„Das ist Demokratie. Die Menschen haben abgestimmt: sehr hohe Wahlbeteiligung, so wie wir noch nie gesehen haben.“
Auch der Fernsehmoderator Jörg Schönborn betonte gebetsmühlenartig, dass keine Partei einen derartigen Sieg in letztem Jahrzehnt eingefahren hat.
Die anderen müssen erst in der Realität ankommen.
