Montag, 5. Januar 2026

Trump, Merz und die Komplexität in Caracas

 Während Medien und einige Politiker in Deutschland mit dem Pawlowschen Reflex reagieren und sofort mit der Kritik an Trump loslegen, sagt Friedrich Merz das Richtige:

 „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit“.

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Peace & Flower

Man muss dazu noch erwähnen, dass Merz ein Jurist ist und genau weiß, wie kompliziert sich eine „rechtliche Einordnung“ darstellt. Aber Merz ist vor allem ein Politiker und in dieser Eigenschaft muss er handeln. Ein Politiker darf die Komplexität eines Sachverhalts nicht aus den Augen verlieren. Daher hat Merz recht: Was soeben geschieht, lässt sich nicht leicht beschreiben und den US-Einsatz darf man nur in Verbindung mit der gesamten sehr komplizierten Situation schildern. 

Nach dem Ende des Kalten Krieges erlagen wir der Illusion, die Welt wäre jetzt vereint. Die beinahe Hippie-Euphorie überdauerte bei einigen bis in die Gegenwart. So z.B. verbannten die Tusk-treuen-Medien den Journalisten Przemysław Babiarz von der Sendung, weil er sich bei der Eröffnungsfeier in Paris 2024 traute, die rosa „Imagine“-Vision zu kritisieren. 

Die meisten wachten bereits nach Putins Überfall auf die Ukraine auf. Wobei wir die – aus unserer Sicht – lokalen Konflikte stets tüchtig ausblendeten. Erst nach der Russlands Attacke begriffen wir auf einen Schlag, wie fragile der Frieden und unsere Sicherheit sind.

Kalte Welt

Es trennt uns zwar kein Eiserner Vorhang, dennoch ist die Welt wieder zweigeteilt (wahrscheinlich war sie immer), wie im Kalten Krieg. Auf der einen Seite stehen Russland, China und Iran und ihre Verbündeten; auf der anderen – die USA und …. Die EU schwankt mal hin, mal zurück, wie eine Besoffene, und kann sich nicht wirklich entscheiden, außerdem strebt sie – ziemlich größenwahnsinnig -  eine Weltmacht-Rolle an, obwohl ihre Stärke ganz woanders liegt, was sie noch nicht verstanden hat.

Der US-Einsatz in Caracas und die Festnahme von Maduro muss man eben in diesem Kontext betrachten und einordnen. 

Übrigens, wer die Tötung von Osama bin Laden unter Barak Obama gefeiert hat, darf jetzt nicht Donald Trump wegen der Festnahme von Nicolas Maduro anprangern.



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