Dienstag, 10. Februar 2026

Wenn Merkel wieder mitmischt, drücke ich Merz ganz fest meine Daumen

 Ich wusste es. Sie wird nie aufhören wollen. Dafür ist ihre Machtsucht viel zu groß. Anders als der Tagesspiegel (eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal) im unteren Zitat, bin ich daher keineswegs überrascht.

"Überraschend wird Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel am 20. Februar erstmals seit ihrem Ausscheiden aus dem Amt wieder an einem CDU-Parteitag teilnehmen."

Screenshot

Ausnahmen ohne Regeln

Dass sie diesmal teilnimmt, bedeute nicht, dass sie in die aktive Politik zurückkehren wolle. An ihrer Einstellung habe sich nichts geändert, behauptet Merkel. Ihre Teilnahme sei eine Ausnahme und "Die Ausnahme bestätigt die Regel."

Ich glaube ihr nicht. Hinter den Kulissen zieht sie weiter die Strippen und jetzt sieht sie einen günstigen Moment, Merz - da er in ihren Augen schwächelt - ans Schienbein zu treten. Deswegen stimme ich der Interpretation des Tagesspiegels (dpa) nicht zu: 
"Ihre Teilnahme könnte als Signal zu Beginn eines schwierigen Wahljahrs verstanden werden, in dem es für die Parteien der Mitte vor allem darum geht, gemeinsam den bisher ungebremsten Aufstieg der AfD aufzuhalten."

Spiel auf dem Feld und außerhalb 

Merkel, die Strippenzieherin, hängt selbst an den Strippen der reichsten deutschen Familien mit unterschiedlich langer Tradition, aber mindestens bis in die 30-ger. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Merkels Konzept der EU zwei Geschwindigkeiten, also eine absolut antidemokratische Idee – eine Nachbildung des Ostblocks, lediglich ein Auftrag dieser Familien war. 

Obwohl Merkel nur außerhalb des Spielfeldes agiert, kann man aus den Handlugen ihrer Mitspieler schließen, wohin die geplante Reise führen soll. Ihr Protegé in Polen, Donald Tusk, will das Rückgrat des Staates – sein Justizsystem  - zerstören. Emanuel Macron, Merkels Bub, schlägt allen Ernstes vor, die kleineren Staaten zu ignorieren und das Recht des Stärkeren – also ein Dschungelrecht – durchzusetzen. Diese Forderung muss in Merkels Ohren wie die schönste Musik erklingen.  

An ihren Taten

Man kann Menschen an ihren feierlichen Deklarationen beurteilen und glauben, sie seinen eigentlich Engel auf Erden. Mich überzeugt stattdessen die biblische Regel: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“. Es reicht, sich anzuschauen, was für ein zerstörtes in jeder Hinsicht Land Merkel nach 16 Jahren hinterlassen hat, und wie konsequent sie die wunderbare Gründungsidee der EU zunichtemachte.

Deswegen muss ich jetzt meine Daumen fest für Merz drücken, obwohl ich an seiner Politik so viel auszusetzen habe.